Mykorrhiza

 
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GEFA MYKORRHIZA Pilz-Impfstoff

Aufgabe

Stadt- und Straßenbäume sind meist Problemkinder. Sie sind Trockenheit, Nährstoffmangel und Schadstoffbelastungen ausgesetzt. Um langfristig vital zu bleiben und zu überleben, müssen sie den extremen Standortbedingungen mit hoher Schwefel- und Schwermetallbelastung, niedrigen pH-Werten, starker Bodenverdichtung und schwierigen Wasserverhältnissen trotzen können

Lösung

Seit mehr als 120 Jahren weiß man, dass Bäume, die mit Mykorrhiza-Pilze in Symbiose leben, aus dieser Verbindung stark profitieren und mit dieser Partnerschaft selbst extreme Standorte besiedeln können. Bei Stadt- und Straßenbäumen ist der Mangel an Mykorrhiza-Pilzen am größten. Mit einer gezielten Mykorrhiza-Applikation kann man das gesunde Wachstum der Bäume gerade auch in Stresssituationen unterstützen:

  • bei Neupflanzungen
  • bei hohem Infektionsdruck
  • bei Verpflanzungen
  • bei der Sanierung von Altbäumen

EIGENSCHAFTEN

  • Der Mykorrhiza-Impfstoff von GEFA wird nicht auf sterilem Substrat, sondern stets an heimischen Pflanzen angezogen. Das Ergebnis ist eine baumspezifische, hoch infektiöse Mykorrhiza, wie sie z. B. im FLL-Regelwerk „Empfehlungen für Baumpflanzungen, Teil 2 / Teil 1; Ausgabe 2015 / Anhang 5 + 6“ vorgesehen ist.

Der Unterschied zwischen Ekto- und Endo-Mykorrhiza:

ektos = außen | Unter den Ekto-Mykorrhiza finden sich schmackhafte (Trüffel), ungenießbare (Gallen-Täubling) und giftige Arten (Fliegenpilz). Fast alle bilden Fruchtkörper und lassen sich mit bloßem Auge an den Feinwurzeln erkennen. Typische Simbiosepartner: Eichen, Buchen, Hainbuchen, Tannen, Fichten, Kiefern und einige andere Baumarten Linde, Pappel und Weide können sowohl Ekto- als auch Endo-Mykorrhizen bilden oder besitzen. An älteren Bäumen und in trockeneren Böden finden sich jedoch eher Ekto-Mykorrhizen.

Der Unterschied zwischen Ekto- und Endo-Mykorrhiza:

endo = innen | Mit rund 80 % die häufigste Mykorrhizaform aller Landpflanzen ist die Endo-Mykorrhiza, die von Jochpilzen (Glomales) gebildet wird. Die Veränderungen an der Feinwurzel sind äußerlich nicht sichtbar. Die Pilze bilden keine Fruchtkörper und ihre Sporen sind so winzig, dass man sie mit der Lupe suchen muss. Typische Symbiosepartner: Ahorn, Platane, Ross-Kastanie und Obstgehölze.

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DIE RICHTIGE MENGE

Die Anzahl der Impfstellen sowie die Aufwandmengen des benötigten Mykorrhiza Impfstoffes wird von Stammumfang bzw. dem Stammdurchmesser des Gehölzes bestimmt.

  • Neupflanzung: 2/3 des Impfstoffes auf die Wurzelballenseiten aufstreichen und 1/3 direkt ins Pflanzloch unter den Ballen geben
  • Sanierung: Mithilfe eines Spatens längst der Wurzeln mehrere 15 bis 20 cm tiefe Öffnungen graben und mit Mykorrhiza füllen

SYMBIOSE-DOPPELPACKS

Eine Kombination von Mykorrhiza und anderen mikrobiologischen Hilfsstoffen kann von Vorteil sein. Z. B. mit

  • Trichoderma (Bodenpilz, der gegen schädliche Pilzerkrankungen eingesetzt wird)
  • Bacillus-Kulturen (besitzen Schutzfunktionen und verbessern Nährstoffversorgung)

Wird einer dieser Hilfsstoffe einfach mit Mykorrhiza zusammengemischt, gewinnt häufig ein Organismus die Oberhand und die Wirksamkeit des anderen wird unterdrückt.

Für die verschiedenen GEFA Mykorrhiza-Impfstoffe wurden in umfangreichen Labor- und Gewächshausversuchen darum die geeigneten Bacillus-Kulturen ausgetestet. So bleibt die Leistungsfähigkeit der Symbiosepartner erhalten, was sich in den Zuwächsen der Pflanzen, dem Mykorrhizierungsgrad und der Feinwurzelverzweigung zeigt.

FAQ

Wie lange ist der Impfstoff lagerfähig?
GEFA Mykorrhizen werden frisch geerntet und sind mindestens 120 Tage (Ekto) bzw. 365 Tage (Endo) lagerfähig.

Worauf muss ich bei der Mykorrhiza-Bestellung achten?
Achten Sie bei der Mykorrhiza-Auswahl auf Mykorrhizaart und -dichte. Es werden mykorrhizierte Baumsubstrate angeboten, die angeblich den FLL-Richtlinien entsprechen. Diese müssten dann jedoch mehrere hundert Liter „echten“ Impfstoff verschiedenster Pilzarten enthalten.

Kann ich Mykorrhiza überall anwenden?
Mykorrhiza ist an natürlichen Standorten vorhanden. In der Stadt oder in Insellagen fehlt sie in der Regel. Ein Einsatz ist generell bei jeder Neupflanzung oder als Sanierungsmaßnahme zu empfehlen. Unbedingt darauf achten, stets baumartenspezifische Mykorrhiza in der richtigen Menge zu verwenden!

Wissenschaftliche Studie bestätigt Wirksamkeit

Neben vielen positiven Praxiserfahrungen wurden einige Untersuchungen von namhaften wissenschaftlichen Instituten durchgeführt. Z. B.: Doktorarbeit „Entwicklung eines optimierten Verfahrens zur Rekultivierung ehemaliger Tagebaubetriebe“ von Frau Dr. Meike Kirscht, Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen)

Freilandversuch:
1000 Douglasien, Spitz-Ahorne und Rot-Eichen im ehemaligen Uranerz-Tagebaugebiet Ronneburg wurden mit spezialisierter Mykorrhiza beimpft.

Ergebnis:

  • Verbesserung des Vitalzustands
  • Höherer Zuwachs
  • Steigerung der Überlebensrate
  • Neuer Wurzelaustrieb bei vielen oberirdisch abgestorbenen Eichen (schlechtes Pflanzenmaterial)

Die Zugabe von Mykorrhiza- Pilzen bei der Baumpflanzung auf solchen Standorten verschafft den Bäumen von Beginn an messbare Vorteile in der wichtigen Etablierungsphase. ... Je nach Baumart ist das Vorhandensein von Symbiosepartnern in Form von Mykorrhiza-Pilzen existentiell.“

Meike Kirscht

Mykorrhiza Ergebnisse

PRAXIS-BEISPIEL: 650 Jahre alte Bäreneiche wiederbelebt

Der dickste Baum des Siegerlandes, eine 650 Jahre alte Bäreneiche, wurde 1993 mit GEFA Mykorrhiza beimpft. Bereits 1995 und 1997 stellte die Versuchsanstalt für Pilzanbau deutliche Verbesserungen am Baum fest. Der durchschnittliche Mykorrhizabesatz an den Feinwurzeln und auch die Anzahl der Feinwurzelspitzen erhöhte sich um 36 %. Das hatte sich schon ein Jahr nach der Beimpfung auch in der Krone angedeutet. Diese guten Ergebnisse spiegeln sich Jahr um Jahr im Kronenbild wieder. Leider verdecken große Fichten seit dem Jahr 2000 die Krone der Bäreneiche, sodass weitere Vergleichsaufnahmen nicht mehr möglich sind. Forstdirektor a. D. Alfred Becker bestätigt aber den weiter positiven Zustand des Baumes. Immer wieder berichten GEFA Kunden von erfolgreichen Sanierungen wie dieser.

SPEZIFIKATIONEN
Die Natur macht es vor: bestimmte Pilzarten kommen nur an bestimmten Baumarten vor. Es entsteht also nur dann eine voll funktionsfähige Symbiose, wenn die passende Mykorrhiza dem passenden Baum geimpft wird:


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